Edition Riedenburg

Mein privater Mutterpass - Meine Schwangerschaft selbst dokumentiert

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Autorinnen: Doris Moser & Sarah Schmid

Erscheinungstermin: Juni 2016
Umfang: 88 Seiten
Format: 12 x 19 cm
Ausstattung: Paperback
ISBN: 978-3-903085-09-1

 Edition Riedenburg

Ab sofort bist du die Expertin: Dokumentiere deine Schwangerschaft selbst!

Dein privater Mutterpass begleitet dich fachlich kompetent in der Schwangerschaft, bei der Geburt und im Wochenbett. Diese Art der Selbstbeobachtung schafft Selbstvertrauen, denn du wirst zur Expertin für deinen Körper und das Baby.

Zahlreiche Seiten für tabellarische und freie Eintragungen ermöglichen dir, deine Beobachtungen und körperlichen Entwicklungen eigenständig und unabhängig von Arzt/Ärztin oder Hebamme festzuhalten. So verpasst du keinen wichtigen Entwicklungsschritt und stärkst bereits in der Schwangerschaft die Mutter-Kind-Bindung.

Dazu gehört auch, dass du über folgende Aspekte Bescheid weißt:

  • Bestimme den Geburtszeitraum – ohne Ultraschall oder Arztbesuch; dein Baby wird sich den tatsächlichen Geburtstag selbst aussuchen
  • Finde heraus, wie du gesund und glücklich schwanger sein kannst und was du für dein Wohlergehen und das deines Babys tun kannst
  • Erfahre, was die Kindsbewegungen über dein Baby verraten, und lerne, dein Baby exakt in dir zu erspüren
  • Ertaste die Kindslage selbst und beeinflusse sie günstig durch bestimmte Verhaltensweisen und Übungen

Wichtiges Hintergrundwissen unterstützt dich außerdem darin, die Schwangerschaft, Geburt und Wochenbettzeit informiert, entspannt und ganz nach deinen Wünschen zu erleben. Dein privater Mutterpass ist somit die ideale Ergänzung zum offiziellen Mutterpass/Mutter-Kind-Pass.

Bonus: Mit Geburtszeitraum Gravidarium zum Ausschneiden. Damit hast du die aktuelle Schwangerschaftswoche und den voraussichtlichen Geburtszeitraum (+/– 3 Wochen) immer im Blick und kannst dein Baby ganz entspannt austragen.

Inhaltsverzeichnis

7             Grundlegende Hinweise für dich
9             Mein privater Mutterpass
11           Meine wichtigsten Telefonnummern und Kontaktdaten
12           Meine Wohlfühltermine
13           Eigene Angaben
14           Meine bisherigen Schwangerschaften
16           Angaben zur aktuellen Schwangerschaft
16           Bestimmung des Geburtszeitraums
17           Meine persönliche Anamnese
20           Gravidogramm
23           Untersuchungsergebnisse
25           Meine gesunde Schwangerschaft
26           Meine Wünsche für die Schwangerschaft
27           Meine Wünsche für die Geburt
29           Geburt
30           Mein Kind
31           Mein zweites Kind (Mehrlingsgeburt)
32           Nachgeburtsphase
33           Wochenbett
34           Rückblick und Ausblick
41           Gut zu wissen für eine selbstbestimmte Schwangerschaft und Geburt
43           Der Umgang mit dem offiziellen Vorsorgesystem
44           Geburtstermin und Geburtszeitraum
45           Fundusstand
46           Harnbefund
46           Herztöne
47           Kindsbewegungen
48           Kindslage
49           Anleitung zur Bestimmung der Kindslage
52           Sternengucker
53           Beckenendlage – Was nun?
54           Mehr als eins?
54           Lage der Plazenta
54           Blutungen in der Schwangerschaft
55           Untersuchungen beim Arzt
57           Du bist, was du isst
58           Stress lass nach!
59           Ein gebärfreudiges Becken
60           Frühgeburtsbestrebungen
61           Alles Gute für den Damm
61           Wohin zur Geburt?
62           Wer soll bei der Geburt dabei sein?
63           Gebären leicht gemacht
65           Was ist dir wichtig?
66           Und die Komplikationen?
67           Doch ein Kaiserschnitt?
69           Hinweise für die Zeit nach der Geburt
69           Tipps fürs Wochenbett
70           Willst du mehr wissen?
71           Glossar
72           APGAR-Schema
72           CTG
73           Doula
73           Hebammenhinzuziehungspflicht
73           Konzeptionstermin
74           Kristeller-Handgriff
74           Lotusgeburt
75           Ödeme
75           Risiko
75           Varikosis
76           Geburtszeitraum Gravidarium: ganz entspannt austragen
78           Weiterführende Literatur

Textauszug

Werde zur Expertin für deine Schwangerschaft!

Lass dir nicht von anderen sagen, wie es dir gerade geht. Informiere dich umfangreich und triff mündige Entscheidungen für dich und dein (ungeborenes) Kind.

Dieser Mutterpass ist dein ganz persönlicher Schwangerschaftsbegleiter. Du füllst ihn nicht nach verpflichtenden Vorgaben aus, sondern ganz so, wie du es für richtig und wichtig hältst.

Du kannst ihn zusätzlich zum offiziellen Mutterpass führen oder auch stattdessen, falls du dich für eine komplett selbstverantwortete Schwangerschaft entscheidest. Hier lassen sich alle Beobachtungen notieren, die du während der Schwangerschaft bei dir machst. So kannst du direkt verfolgen, wie dein Bauch wächst, wie sich das Baby entwickelt und wie es ihm geht. Besuchst du regulär die Schwangerenvorsorge, kann dein Pass wertvolle Ergänzungen liefern. Brauchst du doch einmal eine Hebamme oder einen Arzt, obwohl du bisher auf die reguläre Vorsorge hauptsächlich oder gänzlich verzichtet hast, oder musst du zum Beispiel nach einer Alleingeburt bei den Behörden Auskunft über deine Schwangerschaft geben, kann dir dieser Mutterpass als Informationsgrundlage für den Austausch mit der Hebamme, dem Arzt, im Krankenhaus oder bei den Behörden dienen.

[...]

Was ist dir wichtig?

Planst du, dich bei der Geburt von medizinisch ausgebildetem Personal begleiten zu lassen, solltest du dich vorher über ein paar Dinge informieren, mit denen dich Geburtshelfer während oder nach der Geburt möglicherweise konfrontieren. Einiges wird auch ohne deine Zustimmung auf eine gewisse Weise gemacht werden. Wenn dir eine andere Vorgehensweise wichtig ist, solltest du diese Punkte vorher schriftlich festhalten und den Geburtshelfern für die Unterlagen überlassen. Du musst allerdings damit rechnen, dass gerade im Krankenhaus viele Wünsche unerfüllt bleiben werden.

Typisch sind ein venöser Zugang, vaginale Untersuchungen (Tasten der Muttermundsweite) und die CTG-Überwachung während der Presswehen. Die einzige Möglichkeit, diese Maßnahmen zu umgehen, besteht darin, erst kurz vor den Presswehen überhaupt im Kreißsaal aufzutauchen, wenn schlichtweg keine Zeit mehr für diese Dinge bleibt.

Zur Beschleunigung der Nachgeburt wird in der Klinik meist standardmäßig ein die Gebärmutter zusammenziehendes Medikament gespritzt. Man lässt der Nachgeburt in der Regel nicht mehr als eine halbe Stunde, um sich von selbst zu lösen. Häufig wird aber auch viel früher bei gleichzeitigem Druck auf den Bauch an der Nabelschnur gezogen, um die Plazentageburt zu beschleunigen. Dabei löst sich die Plazenta nicht selten unvollständig (weil sie in Wirklichkeit mehr Zeit gebraucht hätte, um sich zu lösen), was verstärkte Blutungen zur Folge haben kann. Länger als eine halbe Stunde wartet man in der Klinik in der Regel nicht auf die spontane Geburt der Plazenta. Wenn sie trotz Manipulation nach Ablauf einer gewissen Zeit noch immer nicht da ist, fährt man die Frau in den OP, um die Nachgeburt operativ zu entfernen. Wirklich notwendig ist das selten. Es befindet sich im Rahmen des Normalen, wenn die Plazenta ein bis zwei Stunden braucht, um geboren zu werden. In diesem Zusammenhang kann es hilfreich sein, auf das Auspulsieren der Nabelschnur zu bestehen, bevor diese durchtrennt wird. Das hat nicht nur zahlreiche Vorteile für das eben geborene Kind, sondern auch positive Auswirkungen auf den Geburtsverlauf der Plazenta. Lässt sich die Plazenta dennoch übermäßig Zeit, gibt es einige unbedenkliche und natürliche Maßnahmen, um deren Lösung und Geburt voranzutreiben. So kann es beispielsweise sehr wirkungsvoll sein, wenn das Neugeborene an der Brust der Mutter saugen darf.

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